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Gedichte 1

Du wandelst aufverschlungenen Pfaden,treibst im Kreise, uferlos,suchst nach dem Sinne im Irrgarten,folgst mir blind und willenlos.Versteck dich unter deinem Mantel,hinterm Schleier der Gleichgültigkeit,doch wirst du wieder oben treiben,leuchtest hell, noch in der Dunkelheit.Heuchle stetig Nächstenliebe,lasse Geist und Körper ruhen!Ich werde schreien, fauchen, zerren,stets zu jagen ist mein Tun.Aus wessen Feder du auch stammest,wer erwartet neigend Danken,gib` nur vor, wärst in der Pflicht,weisen werd` ich in die Schranken.Achtest du die Rolle derer,die da streben rings umher?Dulde sie nur in ihrem Raume,ich werd`s tun nimmer mehr!

Zwingen kann ich zu den Waffen,die Linke beugt die Rechte nicht.Verzweifle doch an unnütz Zaudern,wer denn wohl zum Schlusse bricht?!Ach standhaft` Seele,immer fleißig, unentwegt treu.Nicke nur zur falschen Ruhe,nimm dann und hab` keine Reu.Strecke nur raffend Klauen aus,aus meinem Antrieb musst du trachten.Frage nicht, leb` Gier und nimm,nach fremdem lass ich geifend trachten.Das Böse ist aus Sicht des Guten schlecht,ich verkaufe dir das falsche Wort.Gewissen plagt der Wahrheit Stand,Du bist das Land und ich an jedem Ort.Begehre schon gewonnen Herz,krieche nach verbotener Frucht!Verzehre dich an nächstem Reichtum,ein Leben lang verfall` der Sucht!Siehst du meinen Schattenblick?Kannst du mein Flüstern hören?Will doch nur dein Geheimnis sein,lass dich von mir nicht stören!

Ich grab` mich in dein innerstes,verbaue Weg, zerreiße Brücken,lege schwere Lasten aufund nähre mein Entzücken!Habgier, Neid und Missgunst,sähe ich mit Freuden.Schenk` mir die Zufriedenheit,ich werde sie vergeuden!Du hasst mich? Ach welch süß Geschenk!Strebst danach mit mir zu brechen?Mach nur und verschwende dich,zu gern werd` ich mich rächen!Der Raum deiner Persönlichkeitbleibt mir doch nie verschlossen.Füll` ihn zu gern mit Angst und Hass,stetig, unverdrossen!Gehst Labyrinthe durch dein Ich,stehst stets vor meinen Mauern.Findest doch nie selbst zu dir,jetzt kannst du weinen, toben, trauern.Versteck` dich nur, kannst uns nicht trennen,verleugne und verabscheu` mich.Erhelle das Licht, schau in den Spiegel,erschrecke dich nicht, denn du bist Ich! 2009

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