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Gedichte 12

Der Garten, in dem die Engelschöre warten -wie oft ging er durch das Blütenmeerund sah doch die schönste aller Blumen nie?Die Stimmen, die im Wind ein Herz erklimmen -niemals zuvor lauschte er den Melodien,welche Kund tun von des Daseins Zweck:„Hör! Vernimm die Zeilen! Du sollst verweilen!Zieh nicht vorüber an dem süßen Wuchs!“Er hielt inne und es aufkeimten seine Sinne,wurden betört von dem Choral,der sternengleich von reinster Liebe sang:„Erwache, sieh wie ich im Sommerregen lache,ich bin der Himmelsbogen der da tränkt,die Kelche in feinster Farbenglut.“„Bleib, pflück nur die Eine! Nur sie, sonst keine!Die Rose, dessen Duft von Deiner Sehnsucht singt!“So wollte er rastenund alle Pflanzen nun verblassten.Nur nicht die hellste dort im Knospenkleid.Tanzend bestach sie ihn, tief und schuldlos rot.

Er kniete nieder, vernahm das vollkommene Flüstern wieder,das ihm befahl die Hand zu führen,zum stechend Leib im trügerischen Gewand:„Träum von lieblich Küssen, sollst auf ewig sie vermissen!“Die Dorne stach, so gleich sein Leben in die dunkle Erde floss.Niemals sollte er erfahren, wie schön die anderen hier waren.Baten ihn, auch flehten sie:„Verzehr Dich nicht nach ihr!“ Doch hörte er sie nimmer mehr.Als die Rose nun doch weinte,eine Träne mit seinem Blut sich einte,stiegen sie ins Paradies emporund er schloss hinter sich das Traumestor. 2012

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