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Gedichte 5

Aus zahllos Kehlen Schwur und Eid,verpfänden sich zu Kampf und Streit.Heimatopfer, Treue, Pflicht,versagen die Vasallen nicht.Die Szenerie noch voller Leben,doch nahen sie im Erdenbeben.Sahen gestern noch daheim die Lieben,so mancher noch ein Wort geschrieben.Die Orden an der Brust noch funkeln,schon morgen rosten sie im Dunkeln.Der Friede zieht zum Himmel weitund spannt herab das Totenkleid.Befehle hallen, Fanfaren klingen,anderswo die Vögel singen.Rosse steigen, Lider sinken,voran, die Generäle winken.Die Fahnen sich im Winde wogen,alle sind herabgezogen.Im Felde einer stolz sie hält,der Nächste hebt sie auf und fällt.

Kanonen dröhnen, Bajonette blitzen,stramm sie auf den Läufen sitzen.Bevor sie sich im Ziele wissen,das Geschoss hat den Stoff zerrissen.Gewehre laden, Messer wetzen,die Ganzen irr die Halben hetzen.Helme platzen, Leiber brennen,über Freund und Feind sie rennen.Männer schreien, Jungen fallen,krachend die Granaten schallen.Greise wimmern, Kinder schießen,aus offenem Leib die Leben fließen.Läufe rauchen, Kugeln pfeifen,Hände nach dem Freunde greifen.Säbel treffen, Dolche bohren,Todgeschrei dröhnt in den Ohren.Knochen bersten, Willen brechen,Herzen schweigen, Waffen sprechen.Augen düstern, Flammen lodern,nach ihrem Kuss die Reste modern.Im Rock verbrannte Fleischesfetzen,Tropfen rinnen in den Netzen.Doch sind sie nicht vom Taue rein,nur rot getränkt vom Mannsgebein.

Splitter, Minen, Stacheldraht,endgeweihter Frontsoldat.Tränen, Schmerzen, Mörser, Gas,Aderfluss und Lungenfraß.In Schützengräben kreuz und quer,ein schlammbedecktes Körpermeer.Im Felde endlos Infanterie,Bataillon und Kompanie.Letzte Stätten, stumme Heere,boten Stirn für Sturm und Wehre.Mütter klagen, Wolken weinen,Namen mahnen von den Steinen.Dort stehen sie an stillem Orte,in hartem Mal noch letzte Worte.So viele hier doch unbekannt,die ruhen in geweihtem Land.Aus Bilderrahmen an den Wänden,auf Fotos in verschlissenen Bänden,sie lachen in vertrautem Kreise,bevor es ging zur letzten Reise. 2010

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